Hamburg, die Hansestadt an der Elbe
Die Freie und Hansestadt Hamburg ist ein Stadtstaat in der Bundesrepublik
Deutschland.
Einen großen Teil ihrer unverwechselbaren Identität verdankt die Hansestadt Hamburg
der Elbe. An der Unterelbe liegt nämlich der Hamburger Hafen, dessen Bedeutung als
derzeit drittgrößter Hafen Europas weit über deutsche Grenzen hinausreicht.
Der Hamburger Hafen ermöglicht Handelsbeziehungen zu allen Kontinenten. Er öffnete
der Stadt schon im 12. Jahrhundert durch Gründung der Hanse, die zu einem mächtigen
Zusammenschluss wurde, den Weg zum Reichtum.
Die Hansestadt Hamburg genießt immer noch hohe Wirtschaftskraft, deren Ursprung der
Hafen als Standortfaktor ist. Hinzu kommen hervorragende Bahnverbindungen und der
internationale Flughafen in Fuhlsbüttel.
Von Hamburg aus können sämtliche europäische Hauptstädte in etwa einer Stunde
erreicht werden.
Der Hamburger Hafen
Der Hamburger Hafen verfügt über vier
Containerterminals. Im Bereich des zweitgrößten
europäischen Containerhafens werden Güter aller Art
umgeschlagen.
Der Hamburger Hafen ist auch ein Passagierhafen.
Die zunehmende Begeisterung für Kreuzfahrten auf
immer größeren Kreuzfahrtschiffen bringt zusätzliche
Touristen nach Hamburg.
Bei den Besuchern der Hansestadt ist eine
Hafenbesichtigung beliebt. Die beste Hafenbesichtigung wird vom Schiff aus
unternommen. Eine gute Gelegenheit, ein geeignetes Wasserfahrzeug für die geführte
Hafenbesichtigungstour zu finden, besteht an den Landungsbrücken im Stadtteil
St.Pauli. Die Landungsbrücken stellen einen Verkehrsknotenpunkt für den öffentlichen
Nahverkehr dar, so dass der Tourist direkt mit der U-Bahn oder der S-Bahn an die
Landungsbrücken heranfahren kann. Die in früheren Zeiten als Anlegestelle für
Dampfschiffe erbauten Landungsbrücken sind von ferne an den beiden
charakteristischen, mit grünen Kuppeln versehenen Türmen zu erkennen.
Von den Landebrücken aus können Schiffe rund um den Hafen beobachtet werden.
Hafencity
Zum Beobachten der riesigen Kreuzfahrtschiffe, die
immer wieder den Hamburger Hafen anlaufen,
empfiehlt es sich, den Hamburger Stadtteil Hafencity
zu besuchen. Hier befindet sich das neue
Kreuzfahrtterminal mit Cruise Center.
In der Hafencity entsteht gerade das neueste
Wahrzeichen für den Hamburger Hafen, die
Elbphilharmonie.
Schon in der Bauphase ist das größtenteils aus Glas
bestehende Gebäude, das auf den Grundmauern des ehemaligen Kaiserspeichers
aufgebracht ist, ein Blickfang.
Zum Stadtteil Hafencity gehört auch die Speicherstadt mit ihren ausgebauten
Lagerhäusern, die im neugotischen Stil aus warm wirkendem roten Backstein gebaut
sind. Hier findet der Besucher Behaglichkeit und mehr Ruhe als in der unmittelbaren
Nähe des pulsierenden Hafenbetriebs. Auf den Kanälen zwischen den Lagerhäusern
findet nur ruhiger Schiffsverkehr mit Barkassen statt. In der Speicherstadt haben
Museen und Ausstellungen Platz gefunden.
Das Wahrzeichen von Hamburg ist nicht der Hafen, sondern der Turm der St.Michaelis-
Hauptkirche in der Stadt.
Der 123 m hohe Kirchturm, der die größte Kirchturmuhr in Deutschland beherbergt, wird
von allen Hamburgern liebevoll nur "der Michel" genannt. Der Michel mit seiner Uhr,
deren Zeiger fast 5m lang ist kann in Hamburg von fast überall aus gut gesehen werden.
Das Kirchenschiff steht seinem Turm von den Ausmaßen her nicht nach. Die Hautkirche
verfügt über drei Orgeln, von deren Klanggewalt sich Einheimische und Besucher bei
Konzerten überzeugen können.
Ein weiteres imposantes Gebäude, das in seiner Art für Hamburg typisch ist, ist das
Rathaus.
Der Besucher, der vom Hauptbahnhof aus die Mönckebergstraße entlang geht, steht vor
einem imposanten Gebäude mit einem ebenso imposanten Turm. Baustile aus drei
Epochen vereinen sich harmonisch und prägen die Fassade dieses Rathauses, das einen
Eindruck von Reichtum und Selbstbewusstsein der hanseatischen Bürgerschaft
vermittelt.
Die Mönckebergstraße selbst weist nicht nur hervorragende Einkaufsmöglichkeiten auf
sondern auch architektonisch interessante historische Kontorhäuser.
Die Reeperbahn
Wenn die abendliche Dunkelheit über die
Stadt hereinbricht, machen sich die
Touristen in Hamburg auf den Weg zur
Reeperbahn. Was bei Tageslicht eher ruhig
und ein wenig verkommen wirken kann,
entfaltet vom Abend bis in die frühen
Morgenstunden noch den Charme, den Hans
Albers einst besang.
Bars und Nachtclubs locken die Besucher
ebenso an wie Diskotheken. Bunte
Leuchtreklamen und Herren im Anzug, die ihr Etablissement anpreisen geben der
Reeperbahn immer noch das Flair einer verruchten Amüsiermeile.
In der von der Reeperbahn abzweigenden Großen Freiheit gibt es noch den Klub, in dem
die Beatles ihr erstes Deutschlandkonzert gaben.
Zur Reeperbahn gehört auch die Herbertstraße, zu der Frauen und Minderjährigen
keinen Zutritt haben, weil Prosituierte ihre Dienste in Schaufenstern liegend anbieten.
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